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Wie erstelle ich einen Verzeichnisschutz?
Um ein Verzeichnisschutz zu erreichen müssen sie in dem jeweiligen Verzeichnis eine Datei mit dem Namen ".htaccess" (mit Punkt am Anfang) erstellen (Befehl: nano .htaccess - startet ein Editor, wo man direkt die die Eingaben tätigen kann). Der Inhalt dieser Datei muss wie folgt lauten:
|
AuthType Basic AuthUserFile /www/account/html/verzeichnis/.passwd AuthName "geschuetzer Bereich" order deny,allow allow from all require valid-user |
Erläuterung:
Mit AuthType Basic legen Sie die Art der
Authentifizierung fest. Basic ist hier die Methode der Wahl: Zwar wird
die Passwortübertragung nicht verschlüsselt, aber sie wird von den
gängigen Clients (= Browsern) unterstützt.
Der Befehl AuthUserFile
enthält den Pfad auf dem Server, unter dem die Datei mit den
Benutzernamen und Paßwörtern zu finden ist. Dieser Pfad wird sich
zumindest teilweise von der URL unterscheiden. Beachten Sie auch, daß
der WWW-Server Zugriff auf die Datei haben muss - andererseits sollten
Sie je nach Konfiguration versuchen, die Passwortdatei nicht per WWW
abrufbar zu halten. Idealerweise sollte sich diese also nicht im
normalen WWW-Baum befinden. Im Beispiel ist dies aus technischen
Gründen nicht verwirklicht.
In der Beispielkonfiguration lautet der Name der Datei .passwd. Wie man
diese Datei erstellt, wird in einem der folgenden Abschnitte
beschrieben. Der Punkt vor dem Namen bedeutet unter Unix, daß es sich
um eine versteckte Datei handelt, die nicht ohne weiteres sichtbar ist.
Wenn Sie für die Passwort-Datei einen falschen Pfad angegeben haben
oder die Zugriffsrechte nicht richtig gesetzt sind, können Sie dies
daran erkennen, daß zwar die Passwortabfrage beim Anschauen der
geschützten Web-Seite angezeigt wird, aber immer die Meldung
"Authorization failed. Retry?" (Beispiel aus Netscape) erscheint.
order deny, allow legt fest, daß zunächst einmal jeder Zugriff
verboten ist, wenn er nicht ausdrücklich erlaubt ist. Hier mutet diese
Einschränkung vielleicht etwas übertrieben an, aber so lassen sich
Flüchtigkeitsfehler vermeiden.
Mit allow from all wird
eine Beschränkung des Zugriffs auf bestimmte IP-Adressen festgelegt. Im
Beispiel soll aber lediglich ein Passwortschutz eingerichtet werden, so
daß alle IP-Adressen zugreifen dürfen.
Der Befehl require valid user
schliesslich erzwingt die Passwortabfrage, deren Erfolg erst den
Zugriff auf die Seiten des Verzeichnisses gewährt. Sollten Sie mehrere
User in der Passwortdatei angelegt haben, werden alle zugelassen, wenn
Sie sich authentifiziert haben.
Erstellung der Passwortdatei
Die Passwortdatei (in unserem Beispiel soll sie .passwd heißen), kann
man mit einem speziellen kleinen Programm namens htpasswd erzeugen.
Dies ist in den Dateien für Apache enthalten und existiert
dementsprechend in Varianten für alle Betriebssysteme, für die auch
eine Apache-Version existiert. Das Programm htpasswd ist auf allen
unsereren Server vorinstalliert.
Wenn Sie eine neue Datei erstellen wollen, rufen Sie das Programm mit htpasswd -c Dateiname Username auf. Wenn die Datei bereits existiert (also ab dem Hinzufügen des zweiten Benutzernamens), lassen Sie das -c weg.
Sie werden nun zur Eingabe des Passworts und zu dessen Wiederholung
aufgefordert. Wenn es keine Fehlermeldungen gab, wurde die Datei
korrekt mit Username und verschlüsseltem Passwort angelegt.
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Letzte Änderung des Artikels: 2009-11-10 12:01
Revision: 1.3
